Moritz und sein Freund Billy

Hallo, ihr lieben Kinder. Ich bin Moritz, eines der Bio-Bengelchen und möchte euch ein bisschen von meiner Heimat Afrika und von meinem besten Freund Billy erzählen.

Moritz lebt in Afrika und sein bester Freund ist der Elefant Billy. Mehr über das Leben der beiden erfährst du in Moritz's Geschichte.

Billy ist aus Babile und wir sind richtig dicke Freunde. Ziemlich dick. Kein Wunder. Billy ist ja auch ein Elefant. Nur lebt er nicht in meinem Dorf, sondern in einer eigenen Elefantenschutzzone. Dort haben er und seine Familie Ruhe vor den Menschen, die ihn ärgern, weil sie Angst vor ihm haben. Aber ich komme ihn ziemlich oft besuchen. Und dann reden wir über dies und das. Er hört mir auch immer sehr gut zu – mit seinen riesigen Ohren.

Zur Schule gehen ist toll.
Ich erzähle ihm zum Beispiel, was ich in der Schule Neues gelernt habe. Meine Schule ist sehr schön, hell und ordentlich. Wir sitzen auf richtigen Stühlen und haben Tische zum Schreiben. Die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" hat sie für uns gebaut. Ein großes Glück. Denn unsere alte Schule war schon ziemlich kaputt und sehr schwer zu erreichen. Jetzt gehen alle Kinder gerne in die Schule. Auch meine Schwestern dürfen sie besuchen. Früher mussten sie stattdessen Wasser holen gehen. Viele, viele Stunden lang. Mit riesigen, schweren Tonkrügen. Aber seit wir einen Brunnen in unserem Dorf haben, können sie nun auch zur Schule gehen. Denn das Wasserholen ist nun schneller erledigt. Wir Kinder helfen immer zu Hause mit. Die Mädchen im Haushalt, die Buben am Feld oder beim Vieh. Und deshalb ist zur Schule gehen wie ein bisschen Urlaub für uns. Ein wirklich großes Vergnügen. Alle lernen gerne, weil wir dann vielleicht studieren können und unseren Familien noch besser helfen können.

Die neuen Bäume zaubern schöne Früchte.
Wenn ich meinem Vater nach der Schule am Feld helfe, kann ich auch ziemlich viel lernen. Zum Beispiel, dass man unbedingt Bäume rund ums Feld pflanzen soll. Diese geben nicht nur der Erde mehr Halt, sondern auch mehr Feuchtigkeit. Außerdem machen ihre Äste schöne, große Schatten. So müssen unsere Kaffeepflanzen, aber auch verschiedene Gemüsesorten nicht mehr ihn der prallen Sonne verdörren. Gut so! Wichtig ist auch eine besondere Art der Bewässerung, so wie sie uns die Experten von Menschen für Menschen gezeigt haben. Aber das Beste an den schönen Schattenspendern sind ihre leckeren Früchte wie zum Beispiel Mango und Ananas.

Geschichten, die man gerne hört.
Wenn ich einmal nicht helfe, das Vieh zu hüten, klettere ich am liebsten auf einen dieser Bäume, hol mir so ein süßes Früchtchen herunter. Am Abend nach dem Essen spiel ich auch manchmal mit meinen Freunden Fußball. Wir binden dabei Stoffreste zu einem Knäuel zusammen und los geht´s. Meistens sitzen wir aber alle vor unseren Häusern und hören zu, wie jemand eine Geschichte erzählt. Ich liebe Geschichten. So wie die Geschichte, dass in Europa Menschen Tee trinken, der aus unseren Früchten gemacht wurde. Eine wirklich schöne Geschichte ist das. Die muss ich morgen gleich Billy erzählen.