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Unternehmer gegen Zentralisierung
1. Jahrestag des „Blumauer Manifests“

Montag, 12. April 2010 | Bei uns daheim

Immer mehr erfolgreiche Unternehmer finden ihre Unternehmensphilosophie in den Werten des Blumauer Manifests wieder und schließen sich den Forderungen an.

Dezentralisierung der Wirtschaft beim "Bad Blumauer Manifest" gefordert

Die Initiatoren und Unterstützer der österreichischen Nachhaltigkeits- und Krisen-Bewältigungs-Deklaration „Bad Blumauer Manifest“ treten zum ersten Jahrestag mit einer neuen Forderung an die Öffentlichkeit: In Anbetracht der ungesunden Kräfteverhältnisse auf nationalen und internationalen Märkten müsse es zu einer „Dezentralisierung der Wirtschaft“ kommen. Konkret wird eine Besinnung auf kleinere, mittelständische Einheiten gefordert, „die von den Banken adäquate Finanzierungen erhalten“.

Globale Riesen und Shareholder Value liegen derzeit zu stark im Trend, kritisieren die Initiatoren Robert Rogner jun. (Rogner Tourismusbetriebe), Johannes Gutmann (SONNENTOR) und Josef Zotter (Zotter Schokoladen Manufaktur) anlässlich des Einjahresjubiläums.

An Mitstreitern fehlt es indes ein Jahr nach der Proklamation nicht: Das Manifest hat internationale Aufmerksamkeit erreicht. So zählen unter anderen nicht nur die Ölmühle Fandler oder das Kommunikationsunternehmen gugler zu den Unterstützern, sondern auch der deutsche Unternehmer Wolf Lüdge: Die Wirtschaft habe ihren ursprünglichen Auftrag aus den Augen verloren, so der Geschäftsführer des Modeunternehmens hessnatur. „Es ging einmal darum, dass Unternehmer im wahrsten Wortsinn etwas ‚unternehmen‘, dass sie ihr Gedankengut in die Tat umsetzen. Der Trend heute geht jedoch hin zu global agierenden Konzernen, die sich hauptsächlich am Shareholder Value orientieren“, kritisiert Lüdge. Sein Unternehmen habe sich gerade dank konsequenter Qualitätsphilosphie in der Krise hervorragend entwickelt.

Mehr Infos unter www.badblumauermanifest.com

Bei dem „Bad Blumauer Manifest zur Sanierung der Wirtschaft“ handelt es sich um ein umfassendes Programm, das den Ausweg aus der Finanzkrise durch nachhaltiges Wirtschaften skizziert. Insbesondere geht es dabei um neue Bilanzierungsregeln, bei denen die Unternehmensbonität auch an Mitarbeiter- und Geschäftspartnerzufriedenheit oder ökologische Aspekte gebunden ist („Basel III“), sowie um neue Bewertungssysteme für die Management-Leistungen („Weg mit der Gier“) und um Richtlinien für den globalen Austausch zwischen Arm und Reich („fair und solidarisch“). Die neue, ergänzende Forderung der „Dezentralisierung“, soll ein Jahr nach der Ausrufung die Ausrichtung des Manifests noch einmal unterstreichen: „Mehr regional, weniger global“ lautet das Schlagwort.

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